Podiumsdiskussion zu Organisierung, Mobilisierung und Kampagnen für die Zukunft: Arbeit für alle, Gerechtigkeit für alle
Unter den Podiumsteilnehmern befanden sich Vertreter der ILO, von Amnesty International sowie der BHI-Delegation nach Katar. Die Beiträge konzentrierten sich auf konkrete Strategien für die Mobilisierung und Kampagnen. Die Katar-Kampagne der BHI stand im Mittelpunkt, ebenso wie die Bedeutung von Partnerschaften, durch die erreicht werden kann, dass Arbeitsmigranten menschenwürdige Beschäftigungsverhältnisse haben.

Jeder Podiumsteilnehmer beschrieb die Arbeit seiner jeweiligen Organisation. Die ILO wird 2014 erstmals den Vorsitz der Global Migration Group übernehmen. „Es ist von entscheidender Bedeutung, die Sozialpartner bei diesen Prozessen mit an Bord zu haben,” sagte die Leiterin der ILO-Abteilung für Migration. „Der soziale Dialog ist in den Augen der ILO ein essentieller Baustein, ebenso wie Schulungen und der Aufbau von Kapazitäten.”

Der Bericht von Amnesty zeigte das Ausmaß der Ausnutzung. „Es ist ein System in Kraft, das den Arbeitgebern die Möglichkeit einräumt, Arbeitsmigranten auszubeuten.” Der Vertreter von Amnesty fügte hinzu: „Es müssen in den Golfstaaten andere Methoden angewandt werden.”

Für Dietmar Schäfers IG Bau: „Wenn Katar die Weltmeisterschaft behalten will, muss das Land zumindest die Mindestnormen einhalten.” Von den etwa 150 Arbeitsmigranten, mit denen die BHI-Delegation zusammentraf, kannte keiner den nationalen Menschenrechtsausschuss.

wurde betont, wie wichtig die Solidarität aller Herkunfts- und Zielländer sei, und dass man „allen Arbeitsmigranten weltweit helfen” müsse, nicht nur denen in einigen Ländern. Es müsse die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, Absichtserklärungen zu unterzeichnen und mit den Regierungen zusammenzuarbeiten, um Standardverträge zu erarbeiten. Johan Lindholm, BYGGNADS, Schweden.

Ein Teilnehmer aus Kanada unterstrich die Bedeutung der Panamerikanischen Spiele 2015, auf deren Baustellen Gewerkschaftsmitglieder arbeiten. „Die Arbeitnehmer werden die ROTE Karte zeigen.”
Ein Delegierter aus Sri Lanka betonte die Relevanz eines gemeinsamen Standards für Südostasien, um zu vermeiden, dass man jedes Abkommen individuell unterzeichnen müsse.

Eine Teilnehmerin aus Afrika sagte: „Viele Arbeitsmigrantinnen leben in Unsicherheit und verschwinden. Wir müssen auch für sie etwas tun.”

Das Fazit der Sitzung war, dass „wir nur erfolgreich sein werden, wenn wir zusammenarbeiten. Das wird einige Zeit brauchen, aber die Solidarität ist unsere stärkste Waffe.”

Wir gratulieren Kahutindo, denn die Gewerkschaft hat die von der GS Schweden gestiftete Schutzausrüstung gewonnen! Danke, GS!